Pinterest Showcases ab sofort für Business-Accounts

Hey there,

ab dem 30.11. hat Pinterest eine neue Funktion eingeführt, die eure Business-Seiten um einiges ansehnlicher macht: Showcase

Im Grunde kann das Ganze als Schaufenster für eure Highlights verstanden werden (so heißt die Funktion dann auch im Deutschen). Hier habt ihr die Möglichkeit, eure besten Pinnwände und Pins direkt am Anfang eurer Seite hervorzuheben. Highlights gehen so nicht unter in dem Meer an Pins auf euren Boards.

Auch bieten die Showcases erstmals die Möglichkeit, Saisonales und Aktionen besser in den Vordergrund zu rücken. Leider gibt es in Deutschland noch keine buyable Pins (es wird mal Zeit, Pinterest ;)). In den Ländern, in denen diese bereits verfügbar sind, kann man auch diese hervorheben.

Das ganze sieht zu Beginn so aus:

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Danke an Momma E., dass ich ihren Account kurz mopsen durfte

Bei Klick auf das +-Symbol könnt ihr bis zu fünf Boards auswählen, die in die Showcases inkludiert werden. Diese wechseln sich dann am Anfang eures Pinterest Profils in einer Slideshow ab. Dort inkludiert sind verschiedene Bilder dieser Pinnwand:

Weihnachtsboard
Weihnachtsboard

Wirklich toll (und an der Zeit), dass man auch auf Pinterest seine Boards langsam ein wenig mehr gestalteten und promoten kann. Die Mitteilung von Pinterest Deutschland findet ihr übrigens hier, ich empfehle aber die weitaus ausführlichere englische Version. Die Funktion ist im Übrigen kostenlos. Viel Spaß beim Pinnen 🙂

Social Media, die Bots und Wahlkampf

Nun habe ich über beides bereits getrennt geschrieben, diese Woche haben die Themen dann zusammengefunden: Bots und Politik im Social Universe.

Über Chatbots im Bereich Kundendienst haben wir uns hier schon unterhalten, und der US Wahlkampf war hier auch schon Thema. Dieser war ja in den sozialen Medien omnipräsent.

Diese Woche hat sich nun beides zusammengefunden, was vor allem an zwei Meldungen hing: Zum einen geriet Marc Zuckerberg unter Beschuss, da eklatante Fehlmeldungen auf Facebook nicht gestoppt wurden und somit den Wahlkampf in den USA beeinflusst haben sollen. Untersuchungen zeigten außerdem besonders auf Twitter eine große Anzahl von Trump-lastigen Bots, welche das Stimmungsbild in Richtung des heutigen President Elect verzerrten (Ich muss immer noch ein bisschen weinen, wenn ich es ausspreche).

Zum anderen nahm Bundeskanzlerin Angela Merkel genau dies zum Anlass, auf die Gefahr von den ‚Meinungsrobotern’ hinzuweisen und im Bezug auf die Bundestagswahl 2017 zu überprüfen, wie man einer solchen Dynamik entgegentreten kann. Dass Frau Merkel hierfür eine Regierungserklärung nutzte, zeigt die Relevanz des Themas.

Es wird also interessant (und beängstigend): Social Media macht Politik. Es wurde lange darauf vertraut, dass Menschen zwischen wahr und falsch unterscheiden können, beziehungsweise dass es Personen tatsächlich kümmert, ob die konsumierten Nachrichten einen Wahrheitsgehalt haben. Dass man die haarsträubensten Meldungen verbreiten kann und damit etwas so Großes wie die US Wahl beeinflussen kann, dürfte in diesem Ausmaß nicht nur Mrs. Clinton erschreckt haben. Eine der besten Beispiele für solch eine Seite ist American News:

Oft sind es jedoch nicht mal politische Ziele, die mit diesen Falschmeldungen verfolgt werden. Es wird schlicht und einfach viel Geld mit solchen Meldungen gemacht, wie ein Seitenbetreiber aus Georgien in der New York Times berichtet hat: „Some analysts worry that foreign intelligence agencies are meddling in American politics and using fake news to influence elections. But (…) Mr. Latsabidze said his only incentive was to make money from Google ads by luring people off Facebook pages and onto his websites.“ Er hatte übrigens zunächst lobende Artikel über Hillary Clinton publiziert – die jedoch schlicht und einfach niemanden interessiert haben (Den gesamten Artikel findet ihr hier). Sein Erfolg macht ihm Angst, das Resultat hat er sich so nicht gewünscht:

“If Hillary had won, it would be better for us,” he said. “I could write about the bad things she was going to do,” he said. “I did not write to make Trump win. I just wanted to get viewers and make some money.”

Well, what to do? Früher gab es Kontrollmechanismen, die eine solche Entwicklung bremsen konnten. Dazu gehört zum Beispiel der Presserat, das Rechtssystem sowie die Reputation der Medien. Natürlich gab und gibt es immer noch Wettbewerb um möglichst aufregende Schlagzeilen. Aber eine Zeitung oder eine Sendung, welche ungefiltert und bewusst Falschmeldungen verbreitet hätte, musste ernsthafte Konsequenzen befürchten. Obwohl wir im Jahr 2016 sind ist das Internet dafür ein noch zu rechtsfreier Raum.

Ich bin vor allem gespannt, wie man künstlicher Meinungsmache durch programmierte Bots entgegenwirken kann. Was ist das Illegale daran? Dies zu definieren dürfte nicht nur mir Kopfzerbrechen bereiten. Zum Glück scheinen sich die deutschen Parteien im Moment noch einer Art Ehrenkodex unterworfen zu haben, welcher den Einsatz z.B. von Bots im Wahlkampf untersagt. Dazu gehört – im Moment zumindest – sogar noch die afd. Diese gaben zwar an, Bots für den Wahlkampf nutzen zu wollen, ruderten jedoch kurz darauf wieder zurück. Noch jemand hier, dem das Bauchschmerzen bereitet? 🙂

PS: Einen tollen ersten Advent euch allen! 👼

How it’s done: Der Social Media Auftritt von Biltmore Estate

Wer sich wie ich den ganzen Tag auf Social Media Sites rumtreibt, weiß einen guten Social Media Auftritt erst so richtig zu schätzen. Eine der Seiten, die ich seit langem leidenschaftlich verfolge habe, obwohl ich eigentlich gar nichts mit dem Produkt zu tun, ist die von Biltmore Estate.

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Photo: The Biltmore Company

Damit ihr wisst, wovon ich rede: Biltmore House, von George Vanderbilt im 19. Jahrhundert errichten lassen, war zu seiner Zeit das größte private Anwesen der USA. Das Herrenhaus mit 16.260 qm Wohnfläche diente damals nur als die Sommerresidenz der Vanderbilts. Seit 1930 wird es als Museum genutzt und kann besichtigt werden; außerdem gehören aufwendige Parkanlagen und Hotels zur Anlage.

Nicht, dass ich besonders auf alte Häuser oder Architektur oder so etwas stehe. Aber über den Facebook-Auftritt von Biltmore bin ich einst aus Zufall gestolpert und seitdem hängen geblieben. Das Biltmore-Team postet das ganze Jahr über herrlichen Content, der zum einen unterhält und vor allem Emotionen weckt.

In letzter Zeit sind das natürlich vor allem weihnachtliche Bilder wie zum Beispiel Fotos der aufwändigen Weihnachtsdekoration:

Schön ist auch das sehr subtile Storytelling der Seite: Man erlebt alle Jahreszeiten und die jeweiligen Aktivitäten rund um das Anwesen. So hat man das Gefühl, das Leben auf dem Estate mitzuerleben und fühlt sich mit Biltmore verbunden – auch wenn man nie dort war. Glaubt mir, ich spreche aus Erfahrung.

Was mich immer wieder unterhält, ist der Content-Mix, den das Social Media Team bietet. Es gibt

– Rezepte

– Hochzeitsinspiration

sowie Livevideos

Ich könnte hier ewig weitermachen, aber ich denke ihr versteht was ich meine. Das Biltmore Beispiel zeigt, wie viel fantastisches Social Media Marketing ausmachen kann. Sie bieten

  • Fantastischen visuellen Content
  • Interessante Blogbeiträge mit Mehrwert
  • Regelmäßig Angebote und Specials
  • Schnelles und nettes Community Management

So schaffen es Biltmore Estatet es auf eine tolle Art und Weise, etwas an sich leicht Angestaubtes mit unfassbar viel Emotionen und Leben zu füllen. Man sieht es an den Reaktionen und Interaktionen auf der Seite – so gehört Social Media Marketing. Mister Vanderbilt würde sich freuen.

A little mixed: Stephen Bannon und Facook Messenger Bots-Analyse

Howdy,

habt ihr die vergangene Woche gut verdaut? Ich muss gestehen, dass ich nach wie vor von der US-Wahl abgelenkt bin. Ich konsumiere unendlich (noch mehr als sonst☺) viele Artikel, Podcasts und auch Kommentarspalten in den Social Media und kann mich nicht entscheiden, ob meine Angst berechtigt ist oder nicht. Meine größte Hoffnung ist, dass Trump einfach Idiot ist und schneller wieder aus dem Amt ist als ich mich aufregen kann. Die Ernennung von Stephen Bannon als Chief of Staff heute hat mich jedoch wirklich schockiert.

Anyway, zurück zum Thema: Auch in Social-Media-Land gibt es heute Neuigkeiten. Facebook lässt seit heute zu, dass die Kommunikation der User mit Messenger Bots herrlich analysiert werden können. In der offiziellen Pressemitteilung hört sich das so an:

With this new free tool, you’ll be able to view reports on messages sent, messages received, and people who block or unblock your app — without having to add additional code. In addition, you’ll have access to aggregated and anonymized demographic reports such as age, gender, education, interests, country, language, and much more to help you better understand who’s engaging with your bots. For bots associated with multiple Pages, you’ll be able to filter results at the page-level to view analytics for a specific Page.

Hier findet ihr die gesamte Veröffentlichung

Für viele Social Media Marketer wird die Sache nun also erst richtig spannend und man kann mit der Analyse auf ein ganz neues, hochwertiges Level gehen.

Bots for Messenger Entwickler können sich ab heute auch für FBStart registrieren. FBStart ist ein Programm, welches junge Startups bei der Entwicklung und dem Wachstum ihrer Apps unterstützt. Facebook will also die Bots-Geschichte ernsthaft pushen und bietet ab heute weiteren, hilfreichen Support dafür. Ich bin gespannt.

Zum Abschluss noch etwas zum Lachen – zumindest wenn es einem nicht im Halse stecken bleibt. Hier sind Seth Meyers Worte zur US-Wahl, die ganz gut wiederspiegeln, wie es uns allen in etwa geht:

Lasst es euch gut gehen und genießt die Woche weiterhin.

Facebook übernimmt CrowdTangle

Short-News am Montag: Facebook übernimmt CrowdTangle, ein Tool mit dem Publisher die Verbreitung ihres Contents auf Social Media tracken können. Seit 2011 gibt es das Unternehmen, dass die Übernahme von Facebook als nächsten Schritt in der Unternehmensentwicklung beschreibt:

But what didn’t change in all that time is the fact that we still spend most of our time thinking about creative things we can do with Facebook data. That’s why it’s only fitting we’re going to be officially joining their team and why we’re so excited about it!..In the meantime, we want you to know that this is just the next step for us. We still feel like we’re just getting started.

Man darf gespannt sein, welcher Form CrowdTangle die neuen Ressourcen, die sich nun bieten, nutzen wird. Die offizielle Mitteilung findet ihr hier.

Ich wünsche euch eine schöne Woche 🙂 Erfriert nicht

Chatbots und Basil Bernstein – Automatisierung des Kundendienstes

Sie sind zur Zeit in aller Munde und scheinen das next big thing im Online-Marketing zu werden: Chat Bots. Definiert sind sie laut Wikipedia als

„… a computer program which conducts a conversation via auditory or textual methods. Such programs are often designed to convincingly simulate how a human would behave as a conversational partner, thereby passing the Turing test. Chatterbots are typically used in dialog systems for various practical purposes including customer service or information acquisition“(Quelle)

Chatbots sind im Prinzip also Programme, welche Konversationen mit natürlichen Personen imitieren.

Der Grund, weswegen sie vor allem im Moment ziemlich präsent sind, ist vor allem der Siegeszug der Messenger. Die Hälfte der Menschheit nutzt bereits regelmäßig Messengerdienste und sie sind Teil unseres täglichen Lebens geworden. Das brachte einen der Anbieter, nämlich Facebook, auf den Gedanken, diese hohe Nutzung auch monetär zu nutzen.

Seit April ist der Messenger für kommerzielle Zwecke geöffnet und es möglich direkt im Gespräch mit einem Bot zu shoppen, Neuigkeiten zu erfahren oder Kundendienstaufgaben zu erledigen. Dafür gibt es mittlerweile eine große Anzahl an bereits vorgefertigten Bots (z.B. hier); auch das Selberprogrammieren soll im Vergleich zur App-Kreation relativ einfach sein. Das Ziel? Die User ersparen sich den Umweg über eine Browser- oder App-Recherche, man bekommt ohne Wartezeit seine Auskunft und es kann eine Vielzahl an Nutzern gleichzeitig bedient werden. Dadurch können Unternehmen dann gegebenenfalls auf Call Center oder Chat-Personal verzichten. So zumindest die Zukunftsvision.

Wer sich mit Kommunikation beschäftigt und viel im Kundendienst tätig ist, weiß, dass vor allem eins für eine befriedigende Interaktion notwendig ist: Empathie. Und das heißt nicht unbedingt zu verstehen, wie der Kunde sich fühlt, sondern empfinden zu können, auf welchem Level der Kunde sich befindet. Um das besser darzustellen ist ein kurzes Beispiel aus der Soziologie hilfreich.

Die Bernstein-Hypothese stammt vom gleichnamigen Soziologen aus Großbrittanien. Sie ist eine linguistisch-soziologische Theorie die besagt, dass der Sprachcode der Ober- und Mittelschicht ein anderer ist als der Sprachcode der Arbeiterklasse. Der Code der ersten Gruppe (der elaborierte Sprachcode) ist vor allem im höheren Bildungssystem präsent, weswegen diese Gruppe einen gewaltigen Vorteil auf dem höheren Bildungsweg hat. Der restringierte Code der unteren Klasse hingegen wird als weniger leistungsfähig angesehen. So Bernsteins These in a nutshell.

Was hat das mit Chatbots zu tun? Nun, wer mit Kunden gearbeitet hat weiß, wie wichtig es ist, die eigene Kommunikation an das Level des Kunden anzupassen. Die gleiche Aussage muss man für verschiedene Menschengruppen anders formuliert werden, damit diese das Gefühl haben, einen gleichwertigen Gesprächspartner zu haben. Wenn der Kundendienstmitarbeiter zu elaboriert spricht, fühlt der Kunde sich unterlegen und sich im schlimmsten Fall arrogant behandelt. Spricht der Kundendienstmitarbeiter zu einfach, wird die Kompetenz desjenigen in Frage gestellt und die Kommunikation ist ebenfalls nicht zufriedenstellend.

Hier ein Beispiel aus der Versicherungsarbeit: Ob man sagt

  • Wir nehmen Sie in Regress
  • Wir werden den Betrag von Ihnen zurückfordern

oder

  • Sie müssen das zurückzahlen

ist im Grunde die gleiche Aussage, die jeweils für verschiedene Kunden geeignet ist. Ein Kunde mit einfacher Bildung wäre von Aussage 1) verwirrt, wohingegen einem Oberstudienrat die dritte Aussage roh und restringiert vorkommen könnte. Er würde sich unter Umständen nicht kompetent beraten fühlen.

Dieses Problem ist eines, welches schon oft in der Kommunikation zwischen natürlichen Personen nicht ausreichend beachtet wird. Es steht meistens die Schulung von Kundendienst-Mitarbeitern mit hard facts im Vordergrund, weniger in Kommunikationstechniken. Zu erkennen, wie man mit einem Kunden sprechen sollte, ist eine der schwierigsten Aufgaben im Kundenservice überhaupt.

Nicht, dass man einen Bot nicht programmieren könnte, mit unterschiedlichsten Sprachcodes zu arbeiten. Die Herausforderung dürfte daran liegen, wie ein Bot die feinen Nuancen in der Unterschiedlichkeit der Kunden erkennt. Man soll ja niemals nie sagen, vor allem wenn es um die Weiterentwicklung von technischen Möglichkeiten geht. Die Vorstellung, die Komplexität von zwischenmenschlicher Kommunikation auf einen Bot herunter zu brechen, fällt mir persönlich einfach noch zu schwer. Ich sehe täglich  wie schon empathische, echte Menschen Probleme haben, das Sprachlevel eines Kunden herauszuhören und sich diesem anzupassen. Bis Bots somit jede Feinheit der menschlichen Kommunikation deuten und einordnen können, bleibt der eben nur ein, naja… Bot.

Somit halte ich es ein bisschen wie Brian Halligan,CEO und Co-Founder. In einem Interview mit lead digital sieht er Chatbots nicht als Allheilmittel im Kundenservice, aber als wichtige Ergänzung für eine Vielzahl an einfacheren Aufgaben:

Aber Empathie abbilden – das werden Chat Bots wohl nie können. Für den Verkaufsprozess ist das aber auch nicht tragisch. Denn hier stehen weiterhin auch Texte und Bilder sowie Facebook, Instagram, Snapchat oder Messenger zur Verfügung, um den Kunden emotional einzufangen. Der Chat Bot ist nur ein weiteres Element, das der Kunde beim Online-Shoppen nutzen kann.

 

Der John Lewis Weihnachts-Clip ist da! Meet #Bustertheboxer

Genau das, was wir nach den letzten beiden Tagen bringend brauchen:

Die britische Einkaufs-Kette John Lewis, bekannt für wunderbare Weihnachts-Werbung, enttäuscht auch dieses Jahr nicht. Sie schaffen das, was sonst nur heiße Schokolade mit Marschmallows schafft. Schaut selbst:

 

Mein Favorite ist nach wie vor die Kampagne aus 2013. Zumindest scheint mir beim Anschauen immer eine Fliege ins Auge zu fliegen (oder mehrere):

 

Eine Playlist mit fast allen John Lewis-Weihnachtsspots findet ihr hier. Schöner gehen Weihnachtskampagnen kaum 🙂 Viel Spaß und genießt den Tag!

Gifs bei Whatsapp – Einkaufen auf Instagram

Nur eine kurze Note, aber zwei nicht ganz unbedeutende Sachen sind mir gestern ins Auge gefallen, die ich mit euch teilen möchte:

  • Instagram startet diese Woche (zumindest in den USA) einen Testlauf in Sachen Shopping: Ein Icon in der Ecke des Bildes verrät Preis sowie weitere Produktdetails. Ein weiterer Click führt direkt auf den Shop, wo das Produkt gekauft werden kann. Weitaus angenehmer für die User, die bis jetzt jedes Produkt extern erstmal umständlich suchen mussten. Auch bei Instagram selbst werden, bei Erfolg, wohl die Kassen klingeln. Die gesamte Mitteilung von Instagram findet ihr hier.
  • Eine Sache, die mich als Privatperson weitaus mehr begeistert, als sie sollte: Seit gestern ist es endlich möglich, gifs auch per whatsapp zu verschicken. Wer die bewegten Bilder bislang im Chat nutzen wollte, musste auf iMessage oder Facebook-Messenger ausweichen. Wer so gif-verrückt ist wie ich, wird begeistert sein – und seinen Freunden ziemlich auf den Keks gehen. Man findet die gifs entweder unten links, wenn man in einer Nachricht auf Foto& Video versenden geht; auch möglich ist die Nutzung von gif-Keyboards wie z.B. von giphy. Ich wünsche euch genausoviel Spaß, wie ich ihn gerade habe 🙂

giphy

POTUS und FLOTUS bleiben uns erhalten

Solche Probleme musste George W. Bush 2008 noch nicht lösen,  jetzt ist aber auch diese Frage geklärt: Barack Obama, Michelle Obama und Joe Biden machen Platz für ihre Nachfolger – auf Twitter, Instagram und Facebook. Die Beiträge der drei sowie die von @WhiteHouse und und @PressSec werden am 20. Januar 2017 archiviert und die Accounts den Nachfolgern bereit gestellt.

Social Media als Dokument der jüngeren Geschichte

Die große Anzahl an Tweets, Post, Videos und Fotos gehen jedoch nicht verloren: Zum einen werden sie in das US-Amerikanische Nationalarchiv übernommen. Wenig dürfte die letzten acht Jahre so gut dokumentiert haben wie die Social Media Posts der Regierung. Sie sind die Briefe, Notizen und sonstigen Memos der Neuzeit und geschichtlich wertvolle Dokumente.

From tweets to snaps, all of the material we’ve published online will be preserved with NARA just as previous administrations have done with records ranging from handwritten notes to faxes to emails.

so Kori Schulman, Deputy Chief Digital Officer, im offiziellen Statement des Weissen Hauses.

Zum anderen werden sie in einem extra von Twitter dafür angelegten Account namens @POTUS44 gespeichert werden. Barack Obama war der 44. President; seine Amtszeit bleibt auch auf Twitter verewigt.

Wie geht es weiter?

Dem Nachfolger von Barack Obama & Co stehen somit am 20. Januar 2017 sämtliche Social Media Accounts mit sämtlichen Followern zur Verfügung. Die kompletten Beiträge sind allerdings bis dahin archiviert, so dass der Nachfolger seine eigene Amtszeit in jeglicher Hinsicht als Neustart begreifen kann.

Eine Frage wurde jedoch nicht beantwortet: Was passiert mit @FLOTUS, wenn Bill Clinton als First Husband ins Weiße Haus einzieht? Ich bin gespannt, was sich Twitter, Facebook & Co mit dem Weißen Haus gemeinsam überlegen.

Wie wäre solch ein Übergang in Deutschland?

In Deutschland nutzt Angela Merkel als Bundeskanzlerin die Social Media Kanäle auf verschiedene Weise: Auf der Instagram-Seite ‚Die Bundeskanzlerin‘posten die offiziellen Fotografen der Bundesregierung. Auf Facebook ist sie unter ihrem eigenen Namen, den sie auch bei einer Wahlniederlage wahrscheinlich behalten dürfte. Einer Twitter-Nutzung hingegen verweigert sich die Kanzlerin bis jetzt, hier ist es vor allem Regierungssprecher Steffen Seibert, der über die Arbeit der Bundesregierung informiert.

Neue Zeiten, neue Herausforderungen, neue Chancen

Die sozialen Medien sind ein auffälliger Indikator, in welcher Weise sich unsere Gesellschaft durch technische Veränderungen wandelt. Nicht, dass die Erbfolge der Accounts von Barack Obama etwas besonders Kompliziertes ist – aber es ist neu, und der 44. Präsident ist der erste, der sich damit überhaupt auseinander setzen muss. Ich bin gespannt, wie die Reise weiter geht und was sich #45 in spätestens acht Jahren überlegen muss.

 

Twitter for President!

Ernsthaft, ich bin erschöpft und froh, wenn am Mittwoch der ganze Spuk des US-Wahlkampfes vorbei ist. Aber eine Frage stellt sich mir jetzt schon: Was machen die  Medien ohne ihr big topic der letzten 12 Monate?

Wer in ein paar Jahren oder Jahrzehnten die heutige Zeit verstehen will, findet in den sozialen Medien eine perfekte Konservierung dieser verrückten Zeit. Vor allem die Twitter-Gemeinde lief zur Höchstform auf und brachte einiges, was mit in die Geschichte dieses Duells eingehen wird.

Und deswegen gebe hier schon den für mich absolutes Gewinner dieser Wahl bekannt – It’s TWITTER, Ladies and Gents! Viel Spaß 🙂